Die Klasse 9cM der Mittelschule Holzkirchen hat am 22.11.18 einen Ausflug in das Deutsche Museum München gemacht.

Das Thema im naturwissenschaftlichen DNA-Besucherlabor war der ELISA-Test. Dies ist ein Testverfahren zum Nachweis von Antikörpern gegen eine bestimmte Infektion. Wird ein Mensch von einem Virus befallen, so reagiert unser Abwehrsystem darauf, indem es spezifische Antikörper bildet.

Unsere Klasse durfte diesen Test eigenhändig durchführen. Zu allererst haben wir uns weiße Schutzkittel angezogen. Nach einer kurzen Einführung durften wir selbst mit Pipetten und Flüssigkeiten hantieren.

Im Prinzip ging es darum, dass eine Person aus der Klasse mit dem svG-V („sau-viel-Glück-Virus“) infiziert wurde – aber niemand wusste, wer es war. Nach dem Austausch von Flüssigkeiten waren am Ende natürlich mehrere Personen infiziert und wir konnten zurückverfolgen, wer das Virus ursprünglich in Umlauf gebracht hatte.

Selbstverständlich waren die Stoffe, die Blutproben und das Virus, keine richtige Blutproben und Viren, sondern besondere und ungefährliche Substanzen, die zum Experimentieren gedacht sind.

Erst haben wir in unser Plastikgefäß die Antigene des svG-V gefüllt. Danach wurde die sogenannte Blutprobe dazu gegeben. Nach einer gewissen Zeit binden sich die Antikörper der Blutprobe an die Antigene des Virus, sofern vorhanden. Zusätzlich wird ein weiterer Antikörper dazugegeben, der sich an die Verbindung ankoppelt. Dieser letzte Antikörper zeigt eine Farbe an, mit der die Antikörper und damit die Virus-Antigene sichtbar werden.

Toll war, dass wir alles selbst machen durften, wie z. B. die Gefäße mit (sehr teuren) Pipetten befüllen und unsere Ergebnisse vergleichen. Es war auch ein interessantes Gefühl, mit so einem richtigen Laborkittel in einem echten Labor zu sitzen, denn man hat sich gefühlt als sei man ein Wissenschaftler.