Eine WERTvolle Mittelschule

Freundschaft – Ehrlichkeit – Höflichkeit – Vertrauen – Respekt – Gerechtigkeit – Hilfsbereitschaft. Aus einer Vielzahl sogenannter „Werte“ hat sich die Mittelschule Holzkirchen ausgerechnet diese sieben auf ihre Fahnen geschrieben. Wie kommt das? Rektor Christian Turnwald und Konrektor Ferdinand Falkenberg: „Wozu brauchen wir eine Schule, wenn wir unseren Kindern nicht genau diese Dinge beibringen?“ Die spezielle Auswahl hat die Schulfamilie in einer Umfrage unter Schülerinnen und Schülern, Eltern und dem Lehrerkollegium ermittelt. Im ersten Teil der groß angelegten Schulentwicklung wurden die sieben Begriffe als „Wertesäulen“ künstlerisch dargestellt. Diese zieren nun als Dauerausstellung den Eingangsbereich der Schule. „Hier mussten wir im wahrsten Sinn Farbe bekennen“, so Turnwald. Die Darstellung sei bewusst abstrakt, weil auch die Werte an sich etwas Abstraktes seien. „Jeder versteht unter Freundschaft etwas anderes. Dementsprechend wird jeder Betrachter eine andere Bedeutung in dem Bild sehen.“ Jede Klasse hat die Gestaltung einer Säule übernommen und steht damit in gewisser Weise Pate für einen Wert. „Die Aufgabe wird nun sein, die anspruchsvollen Begriffe für unsere Schülerinnen und Schüler fassbar zu machen und mit konkreten Inhalten zu beleben.“ Nach Turnwald müsse dies der eigentliche Schwerpunkt der Entwicklung sein. Derzeit befinde sich das Kollegium der Mittelschule in einem sehr kreativen Prozess. Fest stehe aber bereits, dass es im neuen Kalenderjahr eine „Wertvolle Workshopwoche“ geben werde, in der die Kinder und Jugendlichen ohne Klassenverband in jahrgangsgemischten Gruppen verschiedene Angebote zur Arbeit mit den Werten besuchen dürfen. Turnwald und Falkenberg sind sich sicher: „Aus den gelebten Werten ergibt sich automatisch ein Gesamtklima, das dem Bildungsauftrag der Schule dient. Wenn wir uns gegenseitig als Menschen achten und unterstützen, ist der gemeinsame Erfolg keine Frage der Wahrscheinlichkeit sondern eine logische Konsequenz.“

 

 

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